Master International Social Work with Refugees and Migrants :: Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften (FAS) :: FHWS

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Hintergründe

Master International Social Work with Refugees and Migrants

Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft. Bereits im Jahr 2013 hatten über 20% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund; in den alten Bundesländern und in den Ballungszentren ist dieser Anteil erheblich höher. 

Die Tendenz ist stark steigend. 2014 waren im Ausländerzentralregister (AZR) knapp 8,2 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst, so viele wie nie zuvor. Allein im Jahr 2014 stieg die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer gegenüber dem Vorjahr netto um rund 519 300 Personen (+6,8 %). Im Jahr 2014 haben insgesamt 202.834 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 173.072 Erstanträge; allein in den ersten acht Monaten des Jahres 2015 wurden 256.938 Asylanträge gestellt, darunter 231.302 Erstanträge (vgl. BAMF 08/2015: Aktuelle Zahlen zu Asyl); für das gesamte Jahr werden allein in Deutschland bis zu 800.000 Flüchtlingen erwartet. 

Aufgrund anhaltender internationaler und nationaler Konflikte, Familiennachzugs, globaler Ressourcenungleichverteilungen und sich ändernder Umweltbedingungen, steigender Mobilität, demographischen Wandels und Fachkräftemangels wird diese Entwicklung nicht nur anhalten sondern sich beschleunigen. Die Vermittlung von Verständnis und Akzeptanz der freiheitlich demokratischen Grundordnung und des dahinter stehenden Wertesystems wird eine existenzielle Herausforderung für den Zusammenhalt der Gesellschaft und damit die Zukunft des Rechts- und Sozialstaates werden, wie wir ihn kennen. Hierzu bedarf es eines intentionalen und professionellen Ansatzes, für den nur entsprechend ausgerichtete Sozialberufe – allen voran die Soziale Arbeit – einstehen können werden.

Interkulturalität und Pluralismus, als Kennzeichen der modernen Einwanderungsgesellschaft, stellen Entwicklungen dar, die verstärkt auch die Soziale Arbeit betreffen. Die Etablierung einer, unter anderem politisch fokussierten, „Willkommenskultur“, die Förderung von Diversität und interkultureller Öffnung beeinflussen ebenso die Handlungsräume der Soziale Arbeit, deren Klientel überdurchschnittlich Migrationshintergrund aufweist. Vor dem Hintergrund der Globalisierung sozialer Problemlagen muss die Soziale Arbeit Stellung beziehen und in diesem Kontext auf nationaler sowie internationaler Ebene Handlungsfähigkeit beweisen. Die Fakultät reagiert mit der Implementierung des Masterstudienganges „International Social Work with Refugees and Migrants“ auf den, unter anderem durch die Praxis formulierten, hohen und weiter steigenden Bedarf an spezialisierten Fachkräften in der Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten im nationalen und internationalen Kontext mit Befähigung zur Übernahme von Leitungsaufgaben in diesem Bereich.