Vorlesung Master International Social Work with Refugees and Migrants

Auslandskooperationen

Hochschulkooperation mit der Deutsch- Jordanischen- Universität

Erster wichtiger Partner ist die German Jordanian University (GJU), Amman, Jordanien. Die dortige School of Applied Humanities and Languages entwickelt in enger Kooperation mit dem Projektbüro German Jordanian University an der Hochschule Magdeburg-Stendal, einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe deutscher und jordanischer Experten unter Beteiligung von Prof. Dr. Ralf Roßkopf sowie der FHWS ein Studienangebot „Migration & Refugee Work“.

Jordanien als Standort des Kooperationspartners drängt sich angesichts der Nachbarschaft zu Syrien, Irak und Israel sowie einer Bevölkerungsstruktur, die zu über 50% von palästinensischen Flüchtlingen geprägt ist, seiner westlichen Orientierung und vergleichsweise sicheren und stabilen staatlichen Strukturen geradezu auf. Im Januar 2015 zählte der UNHCR in Jordanien 811.070 Flüchtlinge und Asylsuchende, darunter 58.750 aus dem Irak und 747.360 aus Syrien. Das Flüchtlingscamp Zaatari gilt mit zeitweise mehr als 100.000 Bewohnern als das größte in der arabischen Welt.
Aufgrund ihrer anwendungsbezogenen Ausrichtung in Wissenschaft und Lehre, ihres Renommees, der engen Beziehungen zu Deutschland erweist sich die GJU als idealer Partner.

„Die „German Jordanian University“ (GJU) ist eine staatliche jordanische Hochschule, die 2004 gegründet wurde und den Studierenden eine Ausbildung gemäß dem deutschen Fachhochschulmodell bietet. Die Bedeutung der Hochschule wird durch zwei MoUs unterstrichen, die 2004 und 2009 von den Hochschulministerien der beiden Länder unterzeichnet wurden. Die GJU wird im Rahmen des Programms „Studienangebote deutscher Hochschulen im Ausland“ über den DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie mit Stipendien aus Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert. Derzeit sind etwa 3.700 Studierende aus Jordanien und der Region an der GJU immatrikuliert. Es gibt aktuell sieben Fakultäten und insgesamt 24 Studiengänge im Bachelor- und Masterbereich.

Eine Besonderheit der GJU ist u.a. ein obligatorisches Jahr in Deutschland, das die Studierenden zur Hälfte an einer der mittlerweile mehr als 80 deutschen Partnerhochschulen und zur Hälfte in einem Praktikum in einem Unternehmen in Deutschland verbringen. Durch dieses obligatorische Deutschlandjahr wird ein starker Praxisbezug hergestellt; zudem müssen die Studierenden der GJU aufgrund des starken Deutschlandbezugs ab Beginn ihres Studiums intensiv die deutsche Sprache erlernen.

Enge Kooperationen mit jordanischen und deutschen Unternehmen prägen Lehre und Forschung an der GJU. Außer in den Studiengängen der Sprachenfakultät ist die reguläre Unterrichtssprache Englisch. Die Partnerhochschulen in Deutschland begleiten die akademische Entwicklung der GJU unter Leitung der Fachhochschule Magdeburg-Stendal.
Im Herbst 2012 wurde der neue Campus bei Madaba südöstlich von Amman eingeweiht. Die GJU rechnet im Vollbetrieb mit bis zu 5.000 Studierenden.“
Zitat aus https://www.daad.de/hochschulen/hochschulprojekte-ausland/gruendung/de/11295-deutsch-jordanische-hochschule-in-amman-gju/